Energiedispersive Röntgenmikroanalyse (REM-EDX)         

Untersuchungen auf Gehalt und Verteilung von Elementen in Werkstoffen, Produkten oder Beschichtungen. Prüfung auf Kontamination mit Elementen zur Klärung von Herstellungs-  oder Verarbeitungsfehlern mittels energiedispersiver Röntgenmikroanalyse (siehe Beispiele REM-EDX). Analysen zur Ursachenklärung von Schadensfällen und Korrosionsanalysen.

Überprüfung von Eindringfähigkeit bestimmter Substanzen, Elementidentifikation und quantitative Analyse mittels energiedispersiver Röntgenmikroanalyse zur Überprüfung der Reinheit der Ausgangsmaterialien oder Verunreinigung von Oberflächen vor der Beschichtung oder zum Nachweis von Rückständen oder einer reduzierten Haftungsfähigkeit. Beispielsweise lassen sich dünne Schichten und ihr Aufbau mit hoher Lateralauflösung analysieren. In Mikrotomschnitten können die aus verschiedenen Elementen zusammengesetzten Mehrfachschichten bestimmt werden.

Die Grenzwertüberwachung von Schwermetallspuren in pharmazeutischen Produkten und Lebensmitteln oder z.B. Luft- und Wasserfiltern macht es notwendig eine Reihe von essentiellen Spurenelementen wie z.B. Fe, Cu, Zn, Cr, Se, Ca, Mg, Li, Co, Si, F und Mn sowie Elemente wie z.B. Cd, Pb, Mo, Hg und As, die in größeren Konzentrationen toxisch wirken, zu analysieren. Hierbei kann REM-EDX und insbesondere das - Mapping der Elemente - in der Matrix wertvolle Hinweise zur Aufklärung von Verunreinigungs- oder Kontaminationsquellen wie z.B. Sieb- und Mahlprozesse, Behandlung mit Katalysatoren usw. geben. Eine Material- Identifiaktionsdatenbank für Vergleiche steht zur Verfügung.

In Untersuchungsproben aus dem Bereich der Biologie, Medizin, Zahnmedizin und Umwelttoxikologie kann die Bestimmung Partikel- oder matrixgebundener Elemente in Mikrotomschnitten z.B. Aufschluß über die Auswirkung von Noxen, chemischer oder physikalischer Art, oder über die Verträglichkeit von z.B. Werkstoffen, pharmazeutischen Produkten oder von Medizinprodukten geben.

Beispielsweise ist die Zusammensetzung der Materialoberfläche von Implantaten z.B. Intraokularlinsen verantwortlich für ihre Verträglichkeit. Grenzschichten können in Mikrotomschnitten mit REM-EDX auf die Verteilung der Elemente untersucht werden, was u.a. Aufschluß über den Grad und die Intensität der Wechselwirkung zwischen Implantatoberfläche und Gewebe gibt.